1. Startseite
  2. »
  3. Job & Karriere
  4. »
  5. Welche Arbeitsmöglichkeiten man als Student hat

Welche Arbeitsmöglichkeiten man als Student hat

Welche Arbeitsmöglichkeiten man als Student hat

Für viele Studenten geht es während ihres Studiums nicht nur darum, neues Wissen zu erlernen und sich weiterzubilden, sondern auch darum, unabhängig zu werden und sich selbstständig um ihre Finanzen zu kümmern. Nicht jeder hat ein reiches Elternhaus, das einem das Studium inklusive aller Annehmlichkeiten finanzieren kann. Daher ist es wichtig, zu wissen, welchen Arbeiten du als Student eigentlich nachgehen kannst.

Warum der Minijob bei Studenten so beliebt ist

Insbesondere der Minijob erfreut sich großer Beliebtheit bei Studenten. Das ist wenig verwunderlich, wenn man berücksichtigt, dass diese Arbeitsmöglichkeit flexibel ausgeführt werden kann und nicht allzu viel Zeit verschlingt.

Was ist ein Minijob und welche Vorteile bietet er

Beim sogenannten Minijob handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung. Hierbei darf das monatliche Einkommen des Arbeitnehmers 520 Euro pro Monat nicht überschreiten. Ein großer Vorteil besteht darin, dass diese Art von Tätigkeit sozialversicherungsfrei ist. Das bedeutet, dass weder du noch dein Arbeitgeber Beiträge zur Sozialversicherung zahlen müssen. Solange die Einkommensgrenze nicht überschritten wird, fällt auch keine Einkommensteuer an. Dementsprechend darfst du bei Ausübung eines Minijobs den gesamten Verdienst behalten.

Der Werkstudentenjob

Eine weitere Möglichkeit, sich etwas während des Studiums hinzuzuverdienen, bietet der Werkstudentenjob. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine geringfügige Beschäftigung. Diese kann nur von eingeschriebenen Studenten in Anspruch genommen werden. Bei dieser Tätigkeit kannst du auch deutlich mehr verdienen als beim Minijob. Ein weiterer Vorteil ist, dass du bereits als Student wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und deine Karriereoptionen verbessern kannst. Das kann dir bei einer internen Bewerbung helfen. Auch hier kommen günstige steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Regelungen zum Einsatz. Im Normalfall müssen Werkstudenten keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Kranken- und Arbeitsversicherungsbeiträge müssen nicht gezahlt werden. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn du hauptberuflich deinem Studium nachgehst und die Tätigkeit als Werkstudent nicht länger als 20 Stunden pro Job ausübst. Während der Semesterferien ist es allerdings durchaus erlaubt, temporär auch in Vollzeit zu arbeiten. Steuern müssen Werkstudenten nur dann zahlen, wenn ihr Einkommen höher ist als der Steuerfreibetrag. Dieser ist abhängig von deiner Steuerklasse. Da du als Werkstudent in der Regel nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitest, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass du diese Verdienstgrenze überschreitest und Steuern zahlen musst.

Arbeit als wissenschaftliche Hilfskraft

Einige Universitäten und Fachhochschulen bieten Stellen als wissenschaftliche Hilfskraft an. Die Hauptaufgabe einer solchen Hilfskraft besteht darin, bei Forschungsprojekten oder Lehrveranstaltungen zu unterstützen, um den Professoren und Forschern so unter die Arme zu greifen. Dabei hast du stets einen direkten Ansprechpartner, der für dich die Verantwortung trägt. Dies kann ein Hochschullehrer oder ein wissenschaftlicher Mitarbeiter sein.

Müssen Studenten eine Steuererklärung einreichen?

Auch Studenten sind unter bestimmten Bedingungen dazu verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen. Eine Einkommensteuererklärung musst du aber nur dann machen, wenn dein jährliches Einkommen über dem steuerlichen Grundfreibetrag liegt. Dieser liegt im Jahr 2023 bei 10.908 Euro. Verdienst du also weniger, dann muss auch keine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben werden. Bei Ausübung eines Minijobs müsstest du also keine Erklärung einreichen. Aber auch wenn du nicht zur Abgabe verpflichtet bist, kann es sich trotzdem lohnen, freiwillig eine Steuererklärung zu machen. Das liegt daran, dass Studenten etliche Kosten und Aufwendungen, die im Rahmen des Studiums anfallen, von der Steuer absetzen können. Hierzu zählen unter anderem:

  • Studiengebühren
  • Drucker
  • Laptop
  • Arbeitsmaterial
  • Fahrtkosten
  • Miete für das WG-Zimmer oder die Studentenwohnung
  • Auslandssemester
  • Internet- und Telefonkosten
  • Bestimmte Versicherungen, wie die Krankenversicherung

Ein Vorteil der freiwilligen Abgabe besteht darin, dass die üblichen Fristen nicht gelten. Eine freiwillige Steuererklärung kann bis zu 4 Jahre rückwirkend abgegeben werden.

Was ausländische Studenten berücksichtigen müssen

Bei ausländischen Studenten greifen besondere Regelungen, die berücksichtigt werden sollten. Für ausländische Studenten aus EU- und EWR-Ländern gilt, dass diese in der Regel in Deutschland arbeiten können, ohne dass hierfür eine spezielle Arbeitserlaubnis erforderlich wäre. In Deutschland ist es verpflichtend, sich bei einer Krankenversicherung zu versichern. Das gilt für jede Person, die dauerhaft in Deutschland lebt, also auch für ausländische Studenten. Demnach müssen sich Studenten aus dem Ausland zwingend bei einer Krankenversicherung versichern lassen, sofern sie keine Befreiung nachweisen können.

Ähnliche Beiträge